Mehr als 20.000 Personen kamen auf dem Platz vor dem Potala-Palast zusammen, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen. “Jeder Versuch, die Stabilität in Tibet und die nationale Einheit des Vaterlandes zu untergraben, muss völlig zunichtegemacht werden”, so der stellvertretende chinesische Staatspräsident, Xi Jinping in seiner Rede, in der er sich auf die 17-Punkte-Erklärung vom 23. Mai 1951 bezog. Mehr…
Am 6.7.2010 feierte “Seine Heiligkeit” der 14. Dalai Lama, Tendzin Gyatsho, seinen 75. Geburtstag. “Hierzulande ist der Hype –im Vergleich zu den großaufgezogenen Feierlichkeiten und Lobreden anläßlich seines 70. – spürbar gedämpft. Während der Dalai Lama vor fünf Jahren noch Dutzende von Orden, Auszeichnungen und Ehrendoktoraten erhielt, nebst »Hessischem Friedenspreis«, in Büchern, Bildbänden, einer Sonderausstellung mit Porträtfotos und gar einem eigenen Film über sein Lebenswerk gewürdigt wurde, ist zu seinem 75. das öffentliche Interesse an ihm geringer geworden. Mehr…
1980 schrieb Alan Winnington (* 16. März 1910 in London; † 26. November 1983 in Ost-Berlin) seine Autobiographie Breakfast with Mao, die postum veröffentlicht wurde. 1948 passiert Alan Winnington englischer Mitarbeiter des Daily Worker, mit Unmengen von Wodka aber ohne gültiges Visum auf recht ungewöhnliche Art die mandschurische Grenze: In der sibirischen Grenzstadt Otpur wird für den Genossen eigens eine Dampflokomotive angeheizt, ein offener Güterwagen angekoppelt und darauf sein Gepäck und ein Küchenstuhl gestellt. So hält er Einzug in Manzhouli und wird Presseberater von Mao Tse-tung, Mehr…
Alan Winningtons anthropologische Studie von 1957 (Verl. Volk u. Welt 1961) über die Norsu(Lolo), Wa und Jingpow ist eine einzigartige Studie über diese Minderheiten an der chinesischen Südwestgrenze. Der in Peking als Journalist akkreditierte Autor reiste 1957 zu den Lolo, diesem kaum erforschten, zurückgezogen lebenden Volk am Oberlauf des Goldsand-Flusses in den südostchinesischen Grenzbergen zu Tibet. Die Lolo (eine unscharfe Bezeichnung, richtiger “Norsu”, d. i. ‘Volk der schwarzen Knochen’ genannt) halten sich selbst für Abkömmlinge der Tibeter und haben jahrhundertelang in einer matriarchalisch geprägten aristokratischen Lebensweise sowohl Norsu-Leibeigene wie auch ein Heer von Sklaven (meist aus der Tiefebene geraubt) für sich arbeiten lassen. Winnington wird Zeuge, wie die chinesischen Kommunisten nach langwierigen Verhandlungen Leibeigenschaft und Sklavenhaltung abschaffen; Unprätentiös und unpolitisch schildert er, was er an alten Strukturen noch vorfindet, führt Interviews und gibt einen ethnologisch hochinteressanten Bericht über dieses tibetische Grenzvolk, dessen Erforschung zahlreiche Forscher und Missionare, die sich in früheren Jahrzehnten dorthin gewagt hatten, mit ihrem Leben bezahlen mußten. Ein lebendiges, spannendes, ein interessantes und zu wenig beachtetes Buch, das zudem wichtiges wissenschaftlich verwertbares Material enthält. Mehr…
The Slaves of the Cool Mountains: Travels Among Head-Hunters and Slave-Owners in South-West China, so der Titel eines jüngst Lodon erschienenen Buches von Alan Winnington, welches in dieser Form schon 1959 auf den englischen Markt kam. Ein analoger Titel in deutscher Sprache ist nicht publiziert worden. M.P. hat aber eine andere interessante Sache gfunden. Deutsch: Die Sklaven der Kühlen Berge. Deutsche Übersetzung von Roswitha Czollek. Mit 36 Fotos des Autors, Karten im Vor- und Nachsatz. 300 S. Verlag Volk und Welt, Berlin 1961.
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“Mit diesem Buch möchte ich dazu beitragen, das Geheimnis Tibet zu enthüllen.” Das ist dem Autor gelungen. Tausende Kilometer legte er zurück in Tibet, lernte Sitten und Gebräuche kennen, sprach mit Menschen aus allen Schichten, studierte die Veränderungen, die nach der Wiedervereinigung mit China vonstatten gingen. Er sah das Land nicht mit den Augen eines Touristen; er versuchte an Ort und Stelle den sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen auf den Grund zu gehen. Die jüngsten Ereignisse auf dem “Dach der Welt” haben eine Vorgeschichte, die wohl kaum ein Europäer besser kennt als Alan Winnington. Sein fesselnder Erlebnisbericht lässt uns die Gegenwart dieses Landes besser begreifen. Basis dafür bildeten längere Reisen durch das Land. Er war auch zum Tee beim Dalai Lama in Lhasa geladen. Nun erscheint erstmalig eine Neuauflage seines Buches von 1960.
Alan Winnington (1910-1983), englischer Journalist und Schriftsteller, war in den vierziger und fünfziger Jahren als Korrespondent in China, schrieb über die Revolution und den “Langen Marsch”, über die Kriege der USA in Korea und Vietnam. Ende der fünfziger Jahre nahm er seinen Wohnsitz in Berlin, Hauptstadt der DDR. Neben seiner journalistischen Arbeit schrieb er Reisebücher (besonders über Ostasien) Romane, Krimis und Kinderbücher.
Broschiert: 320 Seiten
Verlag: Das Neue Berlin; Auflage: 2. , Berlin 2008
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Zum Tee beim Dalai-Lama: In den 50er Jahren reiste der britische Journalist Alan Winnington durch Tibet. Wer den Dalai-Lama sehen will, muß, der Etikette entsprechend, zwei Tage vorher seine Vorbereitungen treffen. Diese Zeit braucht man auf jeden Fall, um sich das genau festgelegte Zeremoniell anzueignen, das von jedem verlangt wird, der dem jungen Gottkönig seine Aufwartung machen will. Der Dalai-Lama ist die Reinkarnation Tschenresis, der Allumfassende Lama, der Hüter des Blitzes und der Edle Beschützer, der die Möglichkeit geopfert hat, ein Buddha zu werden und ins Nirwana einzugehen, und nun in verschiedenen Körpern immer wieder zur Erde zurückkehrt, um allen lebenden Geschöpfen zu einem höheren Dasein zu verhelfen.
Tibet zu Beginn des 20. Jahrhunderts: ein von einheimischen Feudalcliquen geschwächtes Land, unter chinesischer Vormundschaft vegetierend, den Machthabern des zaristischen Russlands ebenso ins Auge stechend wie denen der britischen Krone – beide trachten, das Land unter ihren Einfluss zu bringen, es sich einzuverleiben.
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Seit dem Putschversuch der tibetischen Aristokratie im Jahre 1959 ist erst kurze Zeit verflossen. Da viele der am Aufruhr Beteiligten heute noch leben, muß an dieser Stelle ausdrücklich darauf verwiesen werden, daß jegliche Ähnlichkeit zwischen Gestalten dieses Buches und noch lebenden Personen rein zufällig ist. Bei den Bemühungen des Autors, die Namen von lebenden Personen nicht zu verwenden, bilden lediglich der Dalai Lama und der Pantschen Lama Ausnahmen. Ihre in diesem Buch beschriebenen Charaktereigenschaften und wiedergegebenen Äußerungen basieren auf den Interviews, die beide Staatsmänner dem Autor gaben, und auf sorgfältig überprüften Augenzeugenberichten über die Ereignisse, die sich in jenen Tagen im Juwelenpark zu Lhasa abspielten. März 1962, Alan Winnington. Mehr…
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