Kochen für den Dalai Lama (4)
Am 1. Februar findet das nächstes Tibet-Kolloquium statt. Prof. Dr. Toni Huber (Zentralasienseminar) wird einen Vortrag zum Thema “Down to Earth. Discovery of a Previously Unknown Religion in the Eastern Himalayas” halten. Mehr…
Der Dalai Lama kommt nach Österreich. Auf Einladung des Tibetzentrums im Kärntner Hüttenberg wird er vom 18. bis 20. Mai in Klagenfurt sein. Am 21. Mai ist in Salzburg ein Vortrag und Interreligiöser Dialog zum Thema “Weltfrieden und universelle Verantwortung – Harmonie in der Vielfalt” geplant. In Wien soll der Dalai Lama am 25. Mai über “Ethik und menschliche Werte in der heutigen Gesellschaft” sprechen. Zudem findet am 26. Mai ein Symposium zu Buddhismus und Wissenschaft statt.
Tsechus sind örtliche bzw. regionale bhutanesische Feste des Tibetischen Buddhismus. Je nach Region und Ort finden diese in der Regel zwei Mal im Jahr an dem zehnten Tag eines festgelegten Monats statt: In Paro im Monat März des jeweiligen Jahres. Die mehrere Tage dauernden regionalen Feiertage, Zeremonien und Rituale finden immer in der Nähe eines Heiligtums statt. Im Zentrum steht vor allem Guru Rinpoche (auch unter dem Namen “Padmasambhava” = “der aus dem Lotos geborene” bekannt, der große Lehrer des Tibetischen Buddhismus, der den Budhdismus nach Bhutan brachte. Mehr…
Der Dalai Lama möchte offensichtlich von seinen politischen Ämtern zurücktreten. Wie ein Sprecher der tibetischen Regierung im Exil mitteilte, wird der 75-Jährige eine entsprechende Bitte im März nächsten Jahres an das Parlament weiterleiten. Seine geistlichen Aufgaben wird er hingegen weiter erfüllen. Beobachter gehen davon aus, dass die Bedeutung des „Kalon Tripa“ (Premierminister) nun steigen wird. Bei Vorwahlen für die Nachfolge des Amtsinhabers setzten sich im Oktober zwei im US-amerikanischen Exil lebende Bewerber durch. Mehr…
Die Ausstellung (04.09. – 19.09.2010) veranschaulicht original tibetische Kultur und Lebensweise. Präsentiert werden antike und moderne Buddhafiguren, vielfältiges Kunsthandwerk sowie kraft- und friedvolle Sandmandalas, die das tibetische Nomadentum und Klosterleben zeigen. Während der Ausstellung entstehen täglich neue Mandalas, die die tibetischen Mönche vor Ort erschaffen. Seit über einem Jahrzehnt sammelt Dr.phil. Geshe Gendun Yonten tibetische Artefakte und organisiert internationale Ausstellungen. Nun ist er zu Gast in Leipzig. Mehr…
Am 6.7.2010 feierte “Seine Heiligkeit” der 14. Dalai Lama, Tendzin Gyatsho, seinen 75. Geburtstag. “Hierzulande ist der Hype –im Vergleich zu den großaufgezogenen Feierlichkeiten und Lobreden anläßlich seines 70. – spürbar gedämpft. Während der Dalai Lama vor fünf Jahren noch Dutzende von Orden, Auszeichnungen und Ehrendoktoraten erhielt, nebst »Hessischem Friedenspreis«, in Büchern, Bildbänden, einer Sonderausstellung mit Porträtfotos und gar einem eigenen Film über sein Lebenswerk gewürdigt wurde, ist zu seinem 75. das öffentliche Interesse an ihm geringer geworden. Mehr…
Tische, Truhen, Kabinette – Gebrauchsgegenstände des profanen und sakralen Alltags der Menschen im Himalaja, Exponate ethnologischer Sammlungen und Liebhaberstücke auf dem Kunstmarkt – Maike Voelkel veranschaulicht in ihrem Vortrag nicht nur Form und Funktion tibetischer Möbel. Neben der Kenntnis des kulturellen Hintergrundes sind vor allem ein Verständnis von traditionellen Technologien und die wissenschaftliche Untersuchung von Materialien unvermeidlich, um ein tibetisches Möbel in seiner Gesamtheit zu verstehen und es dann konservatorisch und eventuell restauratorisch zu bearbeiten. Mehr…
Über 10.000 Menschen – darunter auch M.P. - lauschten den Worten des buddhistischen Mönches, der über “Universelle Verantwortung und Wirtschaft” sprach. Er müsse zugeben, räumte der Dalai Lama in Zürich ein, das Thema des Vortrages behage ihm nicht. Sein Wissen über Wirtschaft sei nämlich “gleich null”, sagte das geistige Oberhaupt der Tibeter und betonte es mit seinem bekanntem Lachen. Eines wisse er aber doch: Die Wirtschaftskrise der jüngsten Zeit habe in vielen Ländern ernsthafte Besorgnis hervorgerufen. “Ein ganzheitlicher Blick auf die Dinge fehle”, sagte der Dalai Lama. Mehr…

Arhat Kanakavatsa, Nordchina, sino-tibetisch, 15. Jh. (?); feuervergoldete Bronze; Leihgabe: Staatliches Museum für Völkerkunde, München Foto: SMV
Das Knauf-Museum in Iphofen zeigt die Sonderausstellung in der Zeit zwischen 21. März und 30. Oktober die Sonderausstellung „TIBET, Religion, Kunst, Mythos“. Präsentiert werden über 200 Exponaten, darunter tibetische Statuen, Ritual- und Alltagsgegenstände. Die gezeigten Objekte sind Leihgaben verschiedener Privatsammlungen und Museen mit denen das Knauf-Museum seit Jahren Kontakt und Austausch unterhält, wie das Staatliche Museum für Völkerkunde in München, das Museum der Kulturen in Basel, das Heinrich-Harrer-Museum in Hüttenberg und das Museum Villa Rot in Burgrieden-Rot. Mehr…
Eine sehr spannende, aktuelle Ausstellung im Völkerkundemuseum der Universität Zürich. Die Familienporträts, die Fabian Biasio in Varanasi, der heiligen Stadt am Ganges in Indien, fotografiert hat, verstehen sich als Versuch einer nicht repräsentativen, religions- und kastenübergreifenden fotografischen Feldarbeit: Wie äussern sich die verschiedenen Arten von Frömmigkeit der einzelnen Religionsgruppen? Welche Unterschiede sind erkennbar? Was zählt mehr, die Grösse des Hausaltars, die Grösse der Kinderschar oder die Grösse des Fernsehers? Mehr…
ASIA UNLIMITED presents
Samstag, 13. 02. 2010, 20 Uhr / Saturday, 13.02.2010, 8 pm: Eröffnung / Opening
> Kurzfilme / Shortfilms:
“Ein Genosse im Bundeshaus”, Yonten Gompamitsang (Schweiz, 2008, 15 Min.)
“Vaterland & Troim”, Lobsang Tashi Sotrug (Schweiz, 2008, 13 Min.)
“Heart’s Desire”, Zhide Nyima (V.R. China, 12 Min.)
“Nang ma — tibetische Diskowelten”, Mona Schrempf (Deutschland, 2008, 5 Min.)
> Video-Projektionen / Video projections: Yannis Banuls-Bieler, Mona Schrempf, Henrike Grohs
> Fotoausstellung / Photo exhibition: „Gesichter“ Mareike Wulff Mehr…
Tibet-Kolloquium: Mareike Wulff wird über den Entstehungsprozess von Ritualmasken (Guru Rinpoche und seine acht Manifestationen) berichten, den sie fotografisch bei einem tibetischen Maskenbauer in Dharamsala über mehrere Monate dokumentiert hat und einige der entstandenen Masken mitbringen. Es werden Bilder aus dem Leben und der Arbeit des Maskenbauers und seiner Frau gezeigt. Anschließend wird sie darüber sprechen, wie die Masken ihren Weg in die Klöster finden und wie dort mit den als heilig verehrten Objekten umgegangen wird. Mehr…
„New Year beyond the Clouds” verspricht das Uma Paro in Bhutan seinen Gästen. Winter bedeutet in Bhutan angenehme T-Shirt-Temperaturen tagsüber, ein strahlend blauer Himmel und einen atemberaubenden Blick auf die schneebedeckten Gipfel des Himalayas. Abends, wenn die Temperaturen bis zum Nullpunkt fallen, schafft das Kaminfeuer in allen Zimmern eine gemütliche Atmosphäre. Die Besucher erleben ein einmaliges Menü von Chefkoch Jillene Slui, einen Wettbewerb im Bogenschießen und traditionell bhutanische Tanz- und Musikaufführungen. Außerdem beinhaltet dieses Special Ausflüge zu den atemberaubenden Sehenswürdigkeiten des Landes. Mit eigenem Guide besuchen die Gäste das Stadtzentrum von Paro, das Haa Tal und die Hauptstadt Thimphu. Das spirituelle Highlight ist die Besichtigung des Mönchsklosters Taktsang Goemba, bekannt unter dem Namen Tiger’s Nest. Mehr…
Vom 9. bis 11. April 2010 nimmt der Dalai Lama an der ersten Konferenz von Mind and Life International in Europa in Zürich teil. Die Konferenz vereint Referenten zum Thema Altruism and Compassion in Economic Systems. Am Nachmittag des 11. April 2010 hält der Dalai Lama im Hallenstadion einen öffentlichen Vortrag zum Thema Universelle Verantwortung und Wirtschaft. In den ersten zwei Wochen wurden bereits über 1100 Tickets verkauft. Mehr…
Zum fünften Mal seit seiner Flucht aus Tibet besucht der Dalai Lama Tawang in Ost-Indien. Auf rund 3000 Metern Höhe gelegen ist Tawang bekannt für sein auf eine 400-jährige Geschichte zurückblickendes Lama-Kloster Galden Namgyal Lhatse. Es gilt als das größte buddhistische Kloster im heutigen Indien. Die Bergstadt nahe der Grenze zu Tibet ist militärstrategisch wichtig gelegen, da sich von dort ein schneller Zugang zur nordostindischen Assam-Ebene bietet. Hier im Bundesstaat Arunachal Pradesh -der Name Arunachal Pradesh stammt aus dem Sanskrit und bedeutet „Land der Berge in der Morgenröte“ – will er beten und lehren. Die 1000 Kilometer lane grenze, die Arunachal Pradesh von China trennen, sind ein umstrittenste Abschnitt, sie gelten als eine der brisantesten Konfrontationslinien in Asien. Nach Auffassung der chinesischen Regierung gehört das umstrittene Territorium zu den Kreisen Cona, Mêdog und Zayü in den Regierungsbezirken Shannan und Nyingchi des Autonomen Gebiets Tibet. Im Distrikt Tawang liegt der Geburtsort des sechsten Dalai Lama (1682 – 1706), wodurch die kulturelle Nähe und Verbindung mit dem tibetischen Kernland deutlich wird.
China stimmte 1986 unter dem damaligen Präsidenten, Deng Xiaoping, der Errichtung eines Zentrums für Tibetforschung zu. Hauptaufgabe des Instituts ist seither die Erfassung und Untersuchung tibetischer Schriften. Ausländischen Wissenschaftlern wurde der Zugang zu den Manuskripten mehrheitlich verwehrt. Erst im Jahre 2004 wurden die historischen Bestände der Österreischichen Akademie der Wissenschaften – als einzige ausländische Institution – zugänglich, berichtet “Die Presse.com”.

Hochzeitspaar in Leh 1875? Quelle:Unitäts-Archiv
M.P. war in Herrnhut – zwischen Löbau und Zittau gelegen – sie ist die Gemeinde der Herrnhuter Brüder-Unität, mit einem ausgezeichneten Archiv und zahlreichen Beständen zum Thema Himalya. Es gibt sehr viele Fotografien des 19. Jahrhunderts aus den Sammlungen des Unitätsarchives, die ihre Basis in den Missionsberichten der Herrnhuter Mission haben. Die Gründung von Herrnhut verdankt sich der Großzügigkeit und des persönlichen Engagements von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf. Er hatte 1722 Glaubensflüchtlingen Aufnahme auf seinem Gut Berthelsdorf gewährt. 1732, zehn Jahre nach der Gründung Herrnhuts, beginnt die Missionsarbeit in der Karibik. Auf allen Kontinenten entstehen in den folgenden Jahrzehnten Missionsstationen. 1853 waren die ersten Missionare in der Himalyaregion angekommen, wie z.B. Eduard Pagell,1820-1833, Missionsstation Kyelang. Mehr…

Geistesleben in Tibet, von August Hermann Francke 1925
August Hermann Francke (1870-1930) verfasste über 170 wissenschaftliche Beiträge zum Thema Tibet. Sein spezielles Interesse galt den Lieder- und Geschichtssammlungen und Aufzeichnen mündlich überlieferter Dichtung Er widmete sich auch Steininschriften und der Archäologie. Seine bekanntesten Werke sind die 1907 erschienene ‘History of Western Tibet’ und das in den Jahren 1914 und 1926 in zwei Bänden edierte Material zu seinen archäologischen Untersuchungen unter dem Titel ‘The Antiquities of Indian Tibet’. In Anerkennung seiner Beiträge erhielt er 1911 in Breslau die Ehrendoktorwürde verliehen und bekam 1925 an der Universität Berlin den Lehrauftrag für Tibetische Wissenschaft. Er gilt damit als erster deutscher Professor für das Fach Tibetologie. Er gehörte zur Herrnhuter Brüdergemeinde. August Hermann Francke erkundete den Westhimalaya, wo er für über ein Jahrzehnt als Missionar der Herrnhuter Brüdergemeinde und als Wissenschaftler lebte.
Der Regent Reting Rinpoche schrieb 1939 einen Brief an Hitler und Ernst Schäfer war der Überbringer des Schreibens, den der Empfänger nachweislich, incl. des Khatags, aber nie erhielt. Himmler und Canaris trieben damit eigene Politik. Damit wurde der Brief Anlaß für Spekulationen über die geheimen politischen Ziele der Expedition der Tibet-Expedition von Ernst Schäfer 1938/39. Es existieren zwei Übersetzungen des Briefes: die des Tibetologen Helmut Hoffmann (1912 – 1992) und die von dem Leipziger Tibetologen und Mongolisten Johannes Schubert (1896–1976), vom 12. Juli 1942, die 1995 in Umlauf kam (1). Der erst als Bibliothekar an der Leipziger Universitätsbibliothek, nach 1952 als Professor und Ordinarius am Ostasiatischen Institut der Universität wirkte. 1960 erhielt er in der DDR einen Lehrstuhl für Tibetologie. Er hatte Gelegenheit zu mehreren Reisen nach Ostasien, so nach China (März – August 1955), in die Mongolei (1957, 1959 und 1961) sowie nach Assam und in das Himalaya-Gebiet (Oktober 1958 – Januar 1959). Mehr…
Kommende Sonderausstellung im Historischen und Völkerkundemuseum in St.Gallen. Der deutsche Archäologe August Hermann Francke erkundete bereits 1909 den Westhimalaya und hielt zusammen mit seinem Fotografen Babu Pindi Lal diese faszinierende Landschaft und ihre Bevölkerung in Wort und Bild fest. Dreissig Jahre später flüchtete der österreichische Bergsteiger und Forschungsreisende Heinrich Harrer durch den Westhimalaya nach Tibet. Später kehrte er als freier Mann in die Gegenden zurück. Mehr…
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