Die Ausstellung What We See

Ausstellungfand im September  in den Basler Afrika Bibliographien statt. Sie sollt sich anhand von Lichteneckers Dokumenten, insbesondere seinen Fotografien und seinem Tagebuch, kritisch mit der Produktion seines anthropometrischen Archivs auseinander setzen, die er in Namibia gemacht hatte. Tat sie es? M.P. meint leider nein! Der 1891 geborene Lichtenecker hatte 1931 Abdrücke von den Gesichtern, aber auch von Gliedmaßen von Nama, San und Herero genommen. Dies geschah „vorgeblich aus wissenschaftlichen Gründen“.  Doch Lichtenecker handelte im Auftrag des Anthropologen und „Rassenhygienikers“ Prof. Dr. Eugen Fischer, der zuvor Untersuchungen an den „Rehobother Bastards“ vorgenommen hatte. Fischer kann als Vordenker der  nationalsozialistischen Rassentheorien und der „ Endlösung der Judenfrage“ gelten. Insgesamt 30 der von Lichtenecker hergestellten Köpfe wurden den Besuchern schon in der Deutschen Kolonialausstellung, in Köln 1934 gezeigt.Zur Ausstellung gibt es den folgenden Begleitttext:  „Hans Lichtenecker war 1931 im Auftrag der Universität München durch Südnamibia gereist und hat die Stimmen der dort lebenden „Buschleute“ aufgenommen.  Es eiert, rauscht und kratzt, wenn die 1931 in Namibia auf Wachsrollen aufgenommenen Stimmen über den Lautsprecher gehen. Hans Lichtenecker war im Auftrag der Universität München durch Südnamibia gereist, um vermeintlich aussterbende „Buschleute“ ausführlich zu vermessen. Bei dieser Gelegenheit ließ er die Leute mit den exotischen anmutenden Klicksprachen auch in den Aufnahmetrichter des Edison-Phonographen sprechen. Und da es Hans Lichtenecker nicht um den Inhalt, sondern rein um das Festhalten der Stimmen ging, konnten die Sprecher ihre Botschaften in Richtung Deutschland äußern. Über 70 Jahre später stößt die deutsche Kulturwissenschaftlerin Anette Hoffmann auf die Tonaufnahmen und holt sie aus ihrem Dornröschenschlaf. Sie reist mit den Stimmen aus der Vergangenheit nach Namibia, um sich auf die Suche nach den Zeitzeugen und den Nachfahren der Sprecher von damals zu machen. Und so fügt sich ein akustisches Puzzle deutsch-namibischer Kolonialgeschichte neu zusammen.“ Ist die Kuratorin ihren gefunden Objekten erlegen? Es scheint ja, denn den faschichtischen Hintergrund kann man nur erahnen, eine wissenschaftliche demokratische Auseinandersetzung bleibt aus.

Diesen Vorwurf muß man dem Artikel im Namibia-Magazin 4/09auch machen! es beliebt zu hoffen, das „keine weiteren Stationen dafür in Europa gefunden werden“, bzw. nur

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