300 Jahre Brennrecht im Schwarzwald

Kirschwasser ist eines der kulinarischen Aushängeschilder der Ferienregion. Insbesondere das Renchtal blickt auf eine traditionsreiche Brennkultur zurück – seit 300 Jahren prägt das Brennrecht die Region, ihre Menschen und ihre Genussvielfalt. Es geht zurück auf eine Entscheidung des Straßburger Fürstbischofs Armand Gaston de Rohan, der 1726 seinen bäuerlichen Untertanen im Amt Oberkirch erlaubte, Früchte zum Eigengebrauch zu brennen: Die Landwirte konnten ihre Einkünfte aufbessern, die Wirtschaft in der Region wurde gestärkt und es flossen Steuergelder in seine Kasse. Diese bis heute lebendige Brenntradition ist etwa auf dem „Brennersteig“ und bei den „Heimattagen Ba-Wü“ in Oberkirch zu entdecken. Allein in Oberkirch mit 21.000 Einwohnern sind rund 700 Hausbrennereien registriert – damit gilt Oberkirch als heimliche „Brennhauptstadt“ Europas. Zum Jubiläum 2026 haben die Oberkircher Brenner einen gemeinsamen Edelbrand auf den Markt gebracht, eine Kirschwasser-Cuvée mit den erlesensten Tropfen der Region, abgefüllt und verfeinert bei der Edelobstbrennerei Fies im Ortsteil Ringelbach. Foto: © Schwarzwälder Feingeistbrennerei Franz Fies GmbH

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