Es ist eine Stadt, die man nicht nur sehen, sondern schmecken muss. Vilnius isst langsam. Es isst melancholisch, warm, erdig, intellektuell. Die Stadt hat keine laute Gastronomie – sie hat leise Räume, in denen Essen ein Gespräch mit der Vergangenheit ist. Seit etwa 2010 hat sich die Stadt zu einer kulinarischen Avantgarde entwickelt. Restaurants wie Nineteen18, Džiaugsmas, Amandus, oder Augustin erzählen die Geschichte Litauens in Gängen und den kulinarischen Aufbruch, den Stadt und Land erlebt. Šaltibarščiai – kalte Rote‑Bete‑Suppe – ist hier mehr als ein Gericht: Sie ist Identität.






