Jaroslav Rudiš ist der große Chronist der mitteleuropäischen Sehnsucht nach Schienen und Schaumkrone. Seine Welt: Eisenbahn als Lebensgefühl, Bier als sozialer Aggregatzustand, und dazwischen die melancholische, humorvolle Poetik eines Autors, der Böhmen, Sachsen, Schlesien und Berlin wie kaum ein anderer miteinander verkuppelt. Eisenbahn und Bier sind für ihn die zwei großen Maschinen Mitteleuropas. Das Bier ist für ihn ein sozialer Schmierstoff und Kulturmetapher der besonderen Art und die Eisenbahn ist ihm nie nur Transportmittel, sondern eine Lebensform. In „Gebrauchsanweisung fürs Zugreisen“ und „Gebrauchsanweisung fürs Bier“ verbindet Rudiš beides: die Schiene und das Glas, die Bewegung und das Verweilen. Sie bilden sie die Rudiš’sche Weltformel: Reisen und Erzählen und Trinken, gleich das Leben. Na dann: Gute Fahrt und Prost!


