Ernst Schäfer brachte 1939 beinahe tausend Jahre alte Buddha-Statue aus Meteorit-Gestein

Neues zum Stein der Weisen? Hatte Schäfer ihn gefunden? Die 24 Zentimeter große Statue wurde 1939 von Ernst Schäfer in Tibet entdeckt. Die „Eisenmann“ getaufte Statue verschwand nach seiner Rückkehr in einer Privatsammlung in München und wurde erst für die Wissenschaftler zugänglich, als sie 2009 bei einer Auktion wieder auftauchte. Der Wissenschaftler Elmar Buchner von der Universität Stuttgart hat sie wiederentdeckt und spricht von einem  unschätzbarem Wert. Das Fachmagazin „Meteoritics and Planetary Science“ veröffentlichte  nun Buchners Artikel über Nazis, Heiligtümer und Meteoriten . Am Ende der Geschichte steht die Entdeckung des ersten Abbilds eines Menschen, das aus Meteorit-Gestein geformt wurde. Buchner konnte das eisen- und nickelhaltige Gestein nun dem Meteoriten Chinga zuordnen, dessen Trümmer vor über 15.000 Jahren auf Sibirien und die Mongolei niedergingen. Chinga-Fragmente seien offiziell erstmals 1913 entdeckt worden, erklärte Buchner. Doch der Buddha stamme aufgrund seines Stils vermutlich aus dem 11. Jahrhundert. Etwas Vergleichbares wurde noch nie gefunden. Sollten die Schätzungen stimmen, wäre die Statue beinahe tausend Jahre alt, schreibt der Geologe.

Der Artikel: Buchner et al. 2012 Buddha from space

Quelle: Meteoritics & Planetary Science 47, Nr 9, 1491–1501 (2012)

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