Blau die Farbe der Sehnsucht: die Malediven

Mit bunten Korallenriffen und puderweißen Sandstränden sind die Malediven ein Sehnsuchtsort. Wie viel Luxus braucht man? Ruhe- und Erholungssuchende sollten sich die Anwesen von COMO einmal näher ansehen: Persönlich und naturnah gestaltet, erinnern sie an eine edle Version von Robinson Crusoe. Das größte Gourmetrestaurant der Malediven findet sich seit letztem Jahr im legendären One&Only Reethi Rah. Mit seinen linksbrechenden Barrel-Wellen ist Kuda im Nord-Malé-Atoll schon lange Lieblingsziel von Surfern und Sportlern, während Patina mit wechselnden Kunstausstellungen und puristischem Design eines brasilianischen Architekten lockt. Wer mehr über die schillernde Unterwasserwelt erfahren möchte, ist auf Sirru Fen Fushi und seinem Hausriff bestens aufgehoben. Die Malediven heute, eine Kombination aus schlichtem Luxus und einer Naturphilosophie.

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Wald, Moor und Rauchsauna

Rauch statt Rosenöl, Moor statt Marmor: Wenn es in Estland um Wellness geht, wird die Natur zum Hauptdarsteller. In der Rauchsauna werden Birkenzweige zum Massagewerkzeug, Moorseen zum natürlichen Kältebecken und der Wald zum multisensorischen Ruheraum. Alte Rituale treffen dabei auf außergewöhnliche Nature Spas und Retreats. Wie modern diese Rückbesinnung auf die Natur aussehen kann, zeigt eine der spannendsten Neueröffnungen des Jahres. Auf Hiiumaa, Estlands zweitgrößter Insel, eröffnet im Herbst 2026 das neue EHA Retreat.

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Ein Nachmittag im Reich der Stille

Der Wind kommt von der Simmeringer Haide her – und mit ihm jener eigentümliche Hauch von Stille, Melancholie und feinem Wiener Humor, der den Zentralfriedhof so unverwechselbar macht. Schon Wolfgang Ambros brachte dieses Lebensgefühl 1975 in seinem Lied „Es lebe der Zentralfriedhof“ auf den Punkt: „Wann’s Nocht wird über Simmering, kummt Leben in die Toten …“ Was bei anderen Orten vielleicht makaber wirken würde, wird hier zur liebevollen Hommage an einen Platz, an dem Tod und Leben auf sonderbare Weise nebeneinander bestehen. Ein Spaziergang über den Wiener Zentralfriedhof ist deshalb mehr als ein Gang zwischen Gräbern. Er ist eine Begegnung mit der besonderen Wiener Vertrautheit mit der Vergänglichkeit – einer Haltung, die den Tod nicht verdrängt, sondern ihm mit Respekt, Gelassenheit und einem leisen Lächeln begegnet. Hier wird nicht geflüstert, hier wird leise gesprochen. Der Zentralfriedhof ist ein Ort der Toten, der die Lebenden beruhigt. Treffender als Ambros lässt sich diese Atmosphäre kaum beschreiben: „Am Zentralfriedhof is Stimmung, wia’s sei Lebtoch no net wor …“ Die Toten haben nichts mehr zu verlieren. Ihre Worte sind frei.

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Der Friedhof als Lesesaal

Es gibt Orte, an denen die Zeit nicht vergeht, sondern sich sammelt. Friedhöfe gehören dazu. Wer über sie geht, wer über sie schreibt – wie unserer Weltenbummler und Essayist Jaroslav Rudiš – betritt einen Raum, in dem die Welt leiser wird, damit die Stimmen der Toten hörbar bleiben. Und vielleicht ist das der wahre Sitz des Klubs der toten Dichter: nicht in Büchern, nicht in Akademien, sondern in diesen stillen Landschaften aus Stein und Erde. Wer die Gräber der Dichter besucht, merkt schnell: Der Tod ist nicht das Ende der Sprache. Er ist nur die letzte Metapher. Die Friedhöfe sind die geheimen Versammlungsorte des Klubs. Hier sitzen die Dichter nicht nebeneinander, sondern übereinander — Schichten aus Zeit, Erde, Erinnerung. Und wenn man über die Wege geht, wird man selbst zum Mitglied, ohne es zu merken. Vielleicht ist das der eigentliche Eintritt in den Klub der toten Dichter: Jaroslav Rudiš hat uns mit seinem neuen Roman den Zugang ermöglicht. Durch ihn wird der Leser Teil einer Gemeinschaft, die nicht aus Lebenden und Toten besteht, sondern aus Sprechenden und Hörenden. Der Autor hat uns ein Buch geschenkt, welches voller Schönheit und Poesie ist, an dessen Ende man geneigt zu sagen ist, die Dichter sind tot, aber ihre Worte liegen nicht unter den Steinen: Sie liegen im Wind, im Licht, im eigenen Atem. Die Friedhöfe sind nur die sichtbaren Türen. Die eigentliche Versammlung findet im Leser statt. Fazit: Es gibt Klubs, die man betritt, indem man eine Tür öffnet. Und es gibt Klubs, die man betritt, indem man ein Buch aufschlägt. Jaroslav Rudiš’s Klub der toten Dichter gehört dazu. Die Buchpräsentation in Berlin mit der einfühlsamen Merion Brasch, war ein gelungener Auftakt für die kommende Lesereise, die Jaroslav Rudiš auch in sein geliebtes Böhmisches Paradies führen wird, wo dann manch gutes Glas Bier geleert werden wird. Tak tedy šťastnou cestu a na zdraví!

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Der Geschmack des Herbstes

Die Restaurants in der finnischen Hauptstadt Helsinki haben die Heringssaison mit einer Hommage an diese regionale Delikatesse eingeläutet. Vom 25. September bis zum 10. Oktober servieren zehn Restaurants im gesamten Stadtgebiet jeweils ein eigens kreiertes Heringsgericht – im Rahmen einer brandneuen Veranstaltung: „Helsinki Baltic Herring Market in Restaurants“. Die Restaurantwochen dienen als Auftakt. Die Entwicklung jedes einzelnen Gerichts hat Wochen in Anspruch genommen – zehn verschiedene Interpretationen desselben bescheidenen und doch großartigen Fisches. Überall in der Stadt wird Hering gerollt, gegrillt, geräuchert und in Marinaden zubereitet, die von klassisch bis überraschend reichen. Serviert wird er mit hausgebackenem Brot und den ersten Erzeugnissen der Saison: eingelegten, fermentierten, karamellisierten und konservierten Zutaten, die den Geschmack des Sommers in den Herbst hinübertragen. Jedes Restaurant behält sein Gericht während der gesamten Veranstaltungsdauer auf der Speisekarte. Parallel dazu besuchen Juroren der Gastronomischen Gesellschaft Finnlands alle zehn Küchen, um die Wettbewerbsbeiträge zu verkosten, und küren am Eröffnungstag des Marktes – Sonntag, dem 4. Oktober – das „Beste Heringsgericht des Jahres“.

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Austern, Algen und Abendessen in der Kirche

Zwei neue Genusserlebnisse in Westschweden zeigen, dass gutes Essen nicht zwingend im Restaurant beginnen muss. In Grebbestad führt eine neue Food Tour durch Schwedens Austernhauptstadt. Auf dem Kinnekulle wiederum werden die Tische dort gedeckt, wo bis vor Kurzem noch Gottesdienste stattfanden.Wann schmecken Austern, Garnelen und Co. an Schwedens Westküste eigentlich am besten? Die traditionelle Faustregel ist einfach: in allen Monaten mit einem „r“ im Namen, also von September bis April. Pünktlich zum Start der neuen Seafood Saison lässt sich das jetzt überprüfen. In Grebbestad startet eine neue Food Tour, bei der man sich einmal quer durch die Speisekammer des Meeres probiert. Ganz vom weltlichen Leben hat sich die ehemalige Kirche ohnehin nicht ferngehalten. Neben Essen stehen hier auch Konzerte, Hochzeiten und andere Kulturveranstaltungen auf dem Programm. Fotos: Österplana Agriturismo.

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