Ernst Schäfer wäre heute 100 Jahre alt geworden

Prof. Dr. Ernst Schäfer (1910-1992), deutscher Tibetforscher, Wissenschaftler und Ornithologe, der die heute noch gültige tiergeographische Unterteilung Hochasiens vorgenommen hat, die nach den so genannten Leittierarten benannt wird. Schäfer gelang es auf seinen früheren Expeditionen (1931-36), an denen er als junger Student der Zoologie nach Westchina/Osttibet teilnahm, gemeinsam mit dem Amerikaner Brook Dolan das Rätsel des Bambusbären (Panda), des Takin (Rindergemse) und längst als ausgestorben betrachteter Großtierarten zu lösen. Weiterlesen

Auf den Spuren der Wildziege in Sikkim

Schapi, Foto von Schäfer 1938/39

Erlegtes Shapi, (Foto von Schäfer 1938/39)

Sikkim  ist der  indischer Bundesstaat im südlichen Himalaya zwischen Nepal, China und Bhutan – mit seiner Hauptstadt  Gangtok. Dieser juwelenartige Bergstaat von unvergleichlicher Schönheit auf einem Gebiet von 7299 qkm, liegt im Herzen des Himalayas. Hier fand 1938/39 Ernst Schäfer im Rahmen seiner „Deutschen Tibetexpedition Ernst Schäfer“, die Wildziege, den Shapi. Die Natur Sikkims bietet seltenen Tieren einen Lebensraum. Dr. H. Starrach machte sich 1998 auf,  in seiner Expedition in Sikkim auf den Spuren des Tieres zu wandeln und Tierblut zur Analyse zu bekommen.  Er drehte dabei auch einen Videoclip Film mit dem Titel: “ Die verschwundene Heiligkeit“. Weiterlesen

Der Mythos eines Briefes aus Tibet?

Der Brief

Der Brief

Der Regent Reting Rinpoche schrieb 1939 einen Brief an Hitler und Ernst Schäfer war der Überbringer des Schreibens, den der Empfänger nachweislich, incl. des Khatags, aber nie erhielt. Himmler und Canaris trieben damit eigene Politik. Damit wurde der Brief  Anlaß für  Spekulationen über die geheimen politischen Ziele der Expedition der Tibet-Expedition von Ernst Schäfer 1938/39. Es existieren zwei Übersetzungen des Briefes:  die des Tibetologen Helmut Hoffmann (1912 – 1992) und die von dem Leipziger Tibetologen und Mongolisten Johannes Schubert (1896–1976), vom 12. Juli 1942, die 1995 in Umlauf kam (1). Der erst als Bibliothekar an der Leipziger Universitätsbibliothek, nach 1952 als Professor und Ordinarius am Ostasiatischen Institut der Universität wirkte. 1960 erhielt er in der DDR  einen Lehrstuhl für Tibetologie. Er hatte Gelegenheit zu mehreren Reisen nach Ostasien, so nach China (März – August 1955), in die Mongolei (1957, 1959 und 1961) sowie nach Assam und in das Himalaya-Gebiet (Oktober 1958 – Januar 1959). Weiterlesen

Wer war Ernst Schäfer?

Prof. Dr. Ernst Schäfer (1910-1992), deutscher Tibetforscher, Wissenschaftler und Ornithologe, der die heute noch gültige tiergeographische Unterteilung Hochasiens vorgenommen hat, die nach den so genannten Leittierarten benannt wird. Schäfer gelang es auf seinen früheren Expeditionen (1931-36), an denen er als junger Student der Zoologie nach Westchina/Osttibet teilnahm, gemeinsam mit dem Amerikaner Brook Dolan das Rätsel des Bambusbären (Panda), des Takin (Rindergemse) und längst als ausgestorben betrachteter Großtierarten zu lösen. Er entdeckte das Blauschaf (Pseudois schaeferi) als allerletzte noch unbekannte Großtierart. 1938/39 konnte er als Leiter auf der Deutschen Tibetexpedition Ernst Schäfer wiederum im Sikkim-Himalaja ein weiteres „Lebendes Fossil“, den Shapi neu auffinden. Der Ornithologe Ernst Schäfer besucht mit einem Team aus jungen, ehrgeizigen Wissenschaftlern und einem Kameramann eine damals beinahe unbekannte Region –Tibet. Zeugnis von dieser Reise gibt der Dokumentarfilm „Geheimnis Tibet“, der einen Einblick in eine fremde, verlorene Welt gewährt. Da kurz darauf der 2. Weltkrieg ausbrach, konnten die Ergebnisse der Reise und das Buch „Fest der weißen Schleier“, das bei dieser Expedition entstand, nicht mehr das gebührende Interesse finden. Schäfer schildert darin das Leben in Lhasa, insbesondere das Neujahrsfest, das eines der letzten war, das so wie in den vergangenen Jahrhunderten gefeiert wurde. Weiterlesen

Literatur von Prof. Dr. Ernst Schäfer

Schäfer, Ernst:
Dach der Erde. Durch das Wunderland Hochtibet. Tibetexpedition 1934/36. Mit 83 Abbildungen des Verfassers. 1 Karte. 292 S. Paul Parey, Berlin 1938. Fortsetzung von „Unbekanntes Tibet“. Dieses Buch erschien in mehreren Auflagen (2. Auflage bereits 1938), 33. bis 52. Tausend 1949; Wehrmachtsausgabe 1944.

Schäfer, Ernst:
Ornithologische Ergebnisse zweier Forschungsreisen nach Tibet. (Sonderheft Journal für Ornithologie, 86. Jg., Mai 1938). Mit 111 Textabbildungen und 2 (gefalteten) Karten. 349 S. R. Friedländer & Sohn, Berlin 1938. Zugleich Dissertation, Universität Berlin 1939. Das Werk erschien auch separat als Buch im Verlag Kunze, Bernburg 1938. Es handelt sich um die wissenschaftlichen Ergebnisse der Forschungsreisen von 1931/32 und von 1935. Zoogeographisch wurden drei deutlich verschiedene Gebiete untersucht, nämlich das Rote Becken von Szetschwan, die Hochgebirge des Hsifangebietes und das tibetische Hochland. Schäfer sammelte über 3 000 Vögel und beschreibt in der umfangreichen Arbeit die Biologie, Ökologie und Zoogeographie der Vögel. Wohl die umfangreichste Arbeit, die zur Vogelwelt Tibets existiert. Weiterlesen