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Turbolese 2017 bei geringen Erträgen

So früh wie selten zuvor konnten die VDP.Prädikatsweingüter die Weinlese 2017 beenden. Besonders in den südlichen Anbaugebieten wurden vielerorts bereits Ende September die letzten Erntewagen eingefahren. In manchen Regionen hatten zudem Wetterextreme wie Spätfrost und Hagel die VDP.Winzer vor große Aufgaben gestellt.  „2017 war ein Jahr, das wieder unser in vielen Jahrzehnten erworbenes Wissen gefordert hat. Zuerst zu trocken und dann mancherorts zu nass, galt es einen kühlen Kopf zu bewahren. Doch letztlich liegen ausgezeichnete Jungweine in unseren Kellern mit feiner Säure und guter Struktur, die sich bestens in die letzten Jahrgänge einfügen und uns viel Freude bereiten werden,“ so Steffen Christmann, Präsident des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter.Nach einem von Trockenheit geprägten Winter konnte auf Grund der milden Temperaturen über die gesamte Vegetationszeit ein deutlicher Entwicklungsvorsprung der Reben verzeichnet werden. Die ersten Triebspitzen begannen sich bereits in der ersten Aprilhälfte zu öffnen, etwa 3 – 4 Wochen früher, als dies normalerweise der Fall ist. Dieser frühe Austrieb stellt aber auch immer eine Gefahr für die Reben dar. So kam es durch regionale Kälteeinbrüche und Spätfröste Ende April zum Teil zu beträchtlichen Erfrierungen an den jungen Trieben. Im Juni und Juli hatte die anhaltend trockene Witterung der ersten Jahreshälfte ein Ende und es kam in manchen Regionen zu erheblichen Niederschlägen; positiv daran: die tiefliegenden Wasserspeicher in den Weinbergen wurden aufgefüllt. Der Spätsommer brachte den meisten Regionen trockenes, warmes Wetter und damit ideale Bedingungen zur Ausreifung gesunder, reifer Trauben. Die Freude über den guten Zustand der Reben wurde allerdings zum Teil durch heftige lokale Unwetter mit Hagel und Starkregen getrübt und führte in einigen Regionen zu schweren Schäden und Ernteeinbußen. Ab Erntebeginn Ende August – so früh wie noch nie – begünstigten kühle Nächte und milde Tage einen entschleunigten Reifeprozess und eine optimale Aromenentwicklung, so dass Trauben mit mustergültiger Balance aus Mostgewicht und Säure geerntet werden konnten.

In den VDP.GROSSEN LAGEN® und VDP.ERSTEN LAGEN® erforderten der frühe Lesebeginn und die schnelle Reife der Trauben beherztes Handeln. Gerade in den Filetstücken der besten Lagen ist es wichtig, die Trauben zum idealen Reifezeitpunkt in gesundem, reifen Traubenstadium zu ernten und überreifes Traubenmaterial zu vermeiden. „Die Erwartungen an die VDP.ERSTE LAGE® und VDP.GROSSE LAGE® – Weine sind sehr gut. Mit einer perfekten Laubarbeit wurden diese im Sommer auf TOP-Qualität getrimmt, Trauben geteilt und mit moderater Menge auf alle Unwägbarkeiten vorbereitet. Dies zahlt sich nun aus!“ Robert Haller, VDP.Weingut Bürgerspital (Würzburg) „Die goldgelben Trauben aus den VDP.GROSSEN LAGEN® bieten auch in diesem Jahr das Potenzial sich zu herausragenden Weinen zu entwickeln. Wir freuen uns auf den spannenden Weg dorthin.“ Johann Fitz – VDP.Weingut Fitz Ritter (Bad Dürkheim)

 

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